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Outside the Box mit….Peter Wiens, Tim Schwara und Janis Feufel

Der alte Kapitän Peter Wiens und die beiden neuen Kapitäne Tim Schwara und Janis Feufel standen der Media Abteilung des FVL zu einem Gespräch über die aktuelle Situation zur Verfügung und redeten Klartext.

FVL: Hi Jungs, zuallererst die obligatorische Frage wie geht’s Euch? Wie sind Eure Eindrücke aus der Vorbereitung und zur aktuellen Verfassung des Teams?

PW: Mir geht es richtig gut und die Eindrücke sind ebenfalls sehr gut. Wir haben uns als Mannschaft schnell gefunden und die Neuzugänge haben sich schnell eingelebt. Eine Vorbereitung ist aus meiner Sicht immer etwas schwierig zu bewerten, weil man nicht genau weiß, wo man steht, aber mit den ersten Saisonspielen können wir sehr zufrieden sein.

TS: Vielen Dank der Nachfrage, mir geht's auch gut. Den Ausführungen von Pete kann ich nur zustimmen und mein Eindrücke aus der Vorbereitung sind durchweg positiv. Die Neuzugänge haben sich gut in das Team eingefügt und die Stimmung allgemein ist sehr harmonisch. Wir haben uns mittlerweile schon auf ein recht hohes fußballerisches Niveau eingespielt, was sich ja auch in den bisherigen Ergebnissen widerspiegelt. Es macht einfach wieder Spaß, insbesondere nach der langen Coronapause, mit der Mannschaft zu trainieren und zu spielen.

JF: Mir geht’s ebenfalls gut, danke! Erstmal schön, dass wir nach so langer Zwangspause wieder eine normale Vorbereitung durchziehen konnten. Auffällig war, dass die Fitness der Spieler noch unterschiedlicher war als nach einer normalen Sommerpause. So langsam sind allerdings alle Spieler, die gesund sind, wieder bei 100 Prozent und wir haben einen richtig guten Kader zusammen.

FVL: Pete, vor der neuen Runde hast Du in einem persönlichen Gespräch Thomas (anm. d. Red.: Trainer Herren 1) mitgeteilt, dass Du in der kommenden Spielzeit nicht mehr als Kapitän zur Verfügung stehen wirst. Lass uns doch bitte teilhaben, was am Ende Deine Beweggründe für diese Entscheidung waren.

PW: Es war eine sehr, sehr schwere Entscheidung für mich, aber ich habe für mich persönlich einfach gemerkt, dass es an der Zeit ist ein Schritt bei Seite zu gehen um den jüngeren Spielern eine Chance zu geben sich als Spieler aber auch als Persönlichkeit weiterzuentwickeln. Wenn ich jetzt sehe, wie die Timmy und Janis das machen, dann komme ich zu dem Schluss, dass ich genau die richtige Entscheidung für mich, aber auch für die Mannschaft getroffen habe. Die beiden machen das super, erfüllen das Kapitänsamt mit Leben und Vitalität und bringen so einen frischen Wind in die Mannschaft. Ich denke, dass zum einen die Mannschaft einen solchen Impuls benötigt hat und zum anderen habe ich das Gefühl, dass es bei den beiden noch das ein oder andere Prozentpünktchen rauskitzelt.

FVL: Das Kapitänsamt ist nun übergeben. Jungs, Hand aufs Herz: Was bedeutet Euch dieses Amt? Insbesondere für Dich, Janis, der schon seit Kindheitstagen die Schuhe für den FVL schnürt.

TS: Es ist natürlich eine Ehre für mich, den Verein, den ich mittlerweile im Herzen trage, aufs Feld führen zu dürfen. Insbesondere freut es mich gemeinsam mit Janis, mit dem ich ja auch privat eine enge Freundschaft verbinde, dieses Amt nun auszuführen. Ich kann mich voll mit den Werten, für die der Verein steht, identifizieren. Daher macht es mich glücklich und sehr stolz die Kapitänsrolle auszufüllen. Es ist auch eine Bestätigung für uns beide, dass man das ein oder andere richtig gemacht hat in den letzten Jahren. 

JF:Ich glaube, keiner von uns hat vor der Saison damit gerechnet, dass in dieser Spielzeit ein anderer Spieler als Pete die Kapitänsbinde trägt. Allerdings war dieser Schritt, wie Pete bereits ausgeführt hat, auch ein Zeichen an jüngere Spieler, die Verantwortung übernehmen können und wollen, sich nicht mehr zu verstecken, sondern nun auch aktiv in der Pflicht sind eine neue Rolle in der Mannschaft einzunehmen.
Für mich persönlich ist das natürlich etwas ganz Besonderes, gemeinsam mit meinem Kumpel Tim diese Rolle bei meinem Heimatverein, bei dem ich nun seit 20 Jahren spiele, einnehmen zu dürfen.

FVL: Welchen Führungsstil wollt Ihr dabei pflegen? Macht Ihr Unterschiede zw. jung und alt oder wie interpretiert Ihr das Kapitänsamt?

TS: Klar, als Kapitän will man noch ein bisschen präsenter und lauter sein, noch mehr vorangehen. Es lastet noch ein Stück weit mehr Verantwortung auf einem als bisher. In meinen noch jungen Jahren konnte ich mir viel abschauen und lernen von Spielern wie Pete oder Simon Herbst, die ihr Kapitänsamt mit Einsatz, Leidenschaft und Mentalität ausgefüllt haben - das möchte ich auch. Grundsätzlich geht es einerseits darum für alle Spieler Ansprechpartner zu sein und für jeden ein offenes Ohr zu haben. Andererseits verlangt die neue Rolle nun auch das ein oder andere Thema etwas klarer als sonst anzusprechen, um den Finger vielleicht auch mal bewusst in die Wunde zu legen, damit die Mannschaft den Fokus nicht verliert. Letztendlich werden wir mit Sicherheit unseren eigenen Weg finden und gehen. Janis und ich wurden ja auch deshalb ausgewählt, weil wir so sind wie wir sind, daher werden wir uns als Typ mit Sicherheit nicht allzu sehr verändern.

JF: Für mich geht es darum Spieler zu sein, an dem sich die Anderen orientieren können, sowohl was das Verhalten auf als auch neben dem Platz angeht. Vor allem in Phasen, in denen nicht alles rund läuft, kommt es darauf an, welches Verhalten vom Kern des Teams vorgelebt wird. Wir haben jetzt eine Mannschaft zusammen, bei dem der Großteil der Mannschaft, Verantwortung übernehmen kann und will. Wer bei uns Verantwortung übernehmen möchte, kann und sollte das auch tun, unabhängig davon, ob jemand eine Binde am Arm trägt oder nicht, dabei spielt das Alter keine Rolle. Je mehr Spieler dieselbe Richtung verfolgen und vorleben, umso erfolgreicher und besser können wir Fußball spielen.

FVL: Man spürt förmlich, dass Ihr Euch sowohl in Eurer alten als auch in Eurer neuen Rolle wohlfühlt und auf die kommenden Saisonspiele brennt. Wie bewertet Ihr den Saisonstart und was sind Eure Ziele für den weiteren Saisonverlauf?

PW: Da hast du absolut recht, ich versuche jetzt jedes Spiel zu genießen, weil es einfach großen Spaß macht mit den Jungs und dem ganzen Team drum herum. Meine Ziele sind klar: Ich will jedes Spiel gewinnen! Unser Saisonstart hat gezeigt, was möglich ist, wenn wir unsere Leistung Spiel für Spiel auf den Platz bekommen. Wie bereits gesagt, ich freue mich einfach mit den Jungs auf dem Platz zu stehen und alles für die 3 Punkte zu geben.

TS: Die ersten Spiele liefen natürlich super. Allerdings ist die Saison mit 36 Spielen sehr lang und es werden noch wahnsinnig viele Punkte vergeben. Der Schlüssel für den Erfolg wird meiner Meinung nach an der Konstanz gemessen. Ich bin, wie Pete, absolut davon überzeugt, dass wir die Qualität haben, grundsätzlich jedes Spiel zu gewinnen. Die Schwierigkeit besteht jedoch darin, diese Qualität Woche für Woche auf den Platz zu bringen. Daneben spielen weitere Faktoren eine Rolle, wie z.B., dass wir von Verletzungen verschont bleiben. Was schlussendlich dabei herausspringt wird sich zeigen.

JF: Wir wussten alle wie wichtig ein guter Saisonstart für den weiteren Verlauf der Saison ist und sind natürlich froh, dass uns dieser gelungen ist. Auf der anderen Seite sind es diese Saison 36 Spiele, die gespielt werden müssen und wir möchten eine möglichst konstante Saison spielen. Wenn uns das gelingt, haben wir gute Chancen lange oben mitzuspielen.

FVL: Jungs, vielen Dank für das angenehme Gespräch mit Euch, hat mir wirklich große Freude bereitet und viel Erfolg in den anstehenden Partien!

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