
TSF Ditzingen
4:3 (0:2)
FV Löchgau 1

Nach 2:0 Halbzeitführung das Spiel noch aus der Hand gegeben.
(HGP)
Schon unmittelbar vor dem Spiel musste das bereits stark ersatzgeschwächt angereiste Löchgauer Team noch auf einen weiteren angeschlagenen Spieler verzichten. Somit stellte sich die Mannschaft quasi von selbst auf. Zwangsläufig mussten deshalb Spieler mit Trainingsrückstand auflaufen, die bei normaler Kaderstärke nicht zum Einsatz gekommen wären. Leider gab es daher an diesem Tag kaum eine Möglichkeit Kreativkräfte einzuwechseln, somit spielte der FVL eher rustikal auf, anstatt das sichere Kombinationsspiel einsetzen zu können. Hier darf allerdings nicht unerwähnt bleiben, dass das Ditzinger Kunstrasenfeld extrem schwer zu bespielen war. Nahezu jeder Löchgauer Spieler hatte immense Standprobleme, einige Spieler waren mehr liegend auf dem Boden zu sehen, als aufrecht laufend in Richtung des gegnerischen Gehäuses. Zu allem Übel wurden die Trainer dann auch noch zusätzlich gezwungen, gute Kräfte mit völlig ungeeignetem Schuhwerk auszuwechseln, obwohl es der Mannschaft weh tat.
Mit einer sicheren 2:0 Halbzeitführung, durch Tom K. (2´) und Angelo S. (17´), sowie noch einigen weiteren ausgezeichneten Möglichkeiten die Führung ausbauen zu können (Driad M. - Pfostenschuss (29´) , Riesenmöglichkeit (34´) - Angelo S. (33´)) , wurden die Seiten gewechselt.
Laut Aussage des Ditzinger Trainer nach dem Spiel, glaubte dieser zu diesem Zeitpunkt auch nicht mehr allzu sehr an eine mögliche Wende im Verlauf des Spieles.
Doch bereits während der letzten 5 Minuten im ersten Durchgang gab der FVL das Spiel zunehmend aus der Hand. Das lag zum einen an den verstärkten Bemühungen der Hausherren den Anschlusstreffer zu erzielen, sicherlich aber auch daran, dass das Mittelfeld-Duo Yannic P. und Tobias F. durch Verletzung des letzteren auseinandergerissen wurde (33´). Alle Versuche diese Lücke adäquat zu schließen, gelangen an diesem Tag nicht zufrieden stellend. So fassten die Hausherren, angespornt durch die zunehmende Passivität des FVL, die Gelegenheit beim Schopf und erzielten in der 46´nach einem Freistoß den nicht unverdienten 1:2 Anschlusstreffer. Zum Ausgleichstreffer benötigten sie aber dann doch die Hilfe, des ansonsten gut leitenden Schiedsrichter Ade-Thurow, dem in dieser Situation seine einzigste, allerdings für den FVL folgenschwere, Fehlentscheidung unterlief.
Markus K. hatte sich an der linken Abwehrseite den Ball erkämpft und wurde von seinem Gegenspieler, nahe der Seitenauslinie, mit den Händen halb zu Boden gedrückt und gerissen.
Schiri Ade-Thurow pfiff erwartungsgemäß Freistoß, allerdings nicht für den gefoulten Markus, sondern für das Heimteam. Es ist nur eine Vermutung, aber die lautstark reklamierenden Ditzinger Zuschauer dürften an der Fehlinterpretation des Schiris nicht unbeteiligt gewesen sein. Jedenfalls stand die Mauer richtig, der Ball glitt Patrick L. jedoch über die Hände ins Torwarteck zum 2:2 Ausgleich (51´).
Dies war regelrechtes Doping für die Hausherren. Bei den Gästen lief nun nicht mehr allzu viel zusammen. Das Spiel entglitt dem FVL immer mehr. Man reagierte nur noch, setzte kaum eigene Akzente, welche das FVL Spiel doch so dringend nötig gehabt hätte.
Dennoch kam man zu einigen guten Möglichkeiten die Führung zurück zu erobern. Zumeist vergaben jedoch die an diesem Tag harmlosen Angreifer des FVL die Möglichkeiten. Eine jedoch nutzte der eingewechselte Christopher P. mit seiner Vorlage für Robin L., der zum bejubelten 2:3 einlochte (62´).
Das musste es doch sein, dachte man auf Löchgauer Seite. Doch man hatte sich getäuscht. Den Hausherren gelangen noch zwei weitere Treffer, begünstigt durch haarsträubende Fehler auf Löchgauer Seite, von denen sich nicht ein einziger eingesetzter Spieler ausnehmen darf.
Zusammenfassend lässt sich sagen, dass der FVL, trotzdem, dass man ein furchtbar schlechtes Spiel zeigte und ersatzgeschwächt angereist war, alle Grundlagen für einen weiteren Erfolg während des ersten Durchgangs bereits gesät hatte, zum zweiten Durchgang dann aber vermutlich in Gedanken schon in der Besenwirtschaft war um die Früchte zu genießen.



